Archiv für die Kategorie „News“

Broadacre City 2.0 (post-fossil)

Dienstag, 21. November 2017

Ausstellungsprojekt im kunsthaus muerz 2018

Im Jahr 1935 präsentierte Frank Lloyd Wright seine Vision der Zukunft der Stadt. Diese neue demokratische Stadt würde moderne Technologie und Kommunikation einsetzen, um die alte Stadt zu dezentralisieren und und eine durchgehende Siedlungsfläche zu schaffen, in der sich die einzelnen Bürger entfalten können. Mittlerweile ist vieles davon Realität geworden, wenngleich nicht in jener Ästhetik, die Wright vorschwebte.

Nun soll im Rahmen eines Ausstellungsprojektes im kunsthaus muerz, das von fiedler.tornquist im Rahmen des Architektursommers 2018 Graz+Steiermark konzipiert wird, ein Modell nach der Art der Broadacre City gebaut werden. Hier wird eine künftige Stadt imaginiert, wie sie unter post-fossilen Bedingungen entstehen könnte. Als Grundlage dient die Region Graz-Süd, die in vielfältiger Weise von der fossilen Wirtschaft, ihren Konsum- und Verkehrsmodi geprägt ist.

Das Projekt entsteht unter Mitwirkung mehrerer Universitätsinstitute aus den Bereichen Ingenieurwissenschaften, Architektur und Sozialwissenschaft. Studierende bearbeiten im Rahmen einer Masterarbeit einzelne Themenbereiche bzw. Teilgebiete.

Eröffnung der Ausstellung: Juni 2018

Bis dato haben folgende Institute zugesagt, Themenfelder oder Teilbereiche zu betreuen:

TU Wien – Institut für Städtebau
TU Wien – Institut für Verkehrswissenschaften – Fachbereich Eisenbahnwesen
TU Wien – Institut für Verkehrswissenschaft – Fachbereich Verkehrsplanung
TU Wien – Institut für Verkehrssystemwissenschaften
TU Graz – Institut für Gebäudelehre
TU Graz – Institut für Städtebau
Universität Graz – Institut für Geographie
Universität Graz – Institut für Volkswirtschaftslehre
Universität für Bodenkultur Wien, Institut für Landschaftsarchitektur

> Broadacre City (Wright Foundation)

> Broadacre City (Wikipedia)

> Broadacre City 2.0 _ Plakat

> Thema, Werte, Ziele

Stadtraum Mureck

Montag, 13. November 2017

Neugestaltung der Straßenräume entlang der B69, Südsteirische Grenz Straße (Landesstraße)

Die Stadt Mureck, in der südlichen Steiermark, an der Grenze zu Slowenien gelegen, besitzt einen gut erhaltenen historischen Stadtkern, in dessen Mitte sich ein großer, angerförmiger Stadtplatz erstreckt, gesäumt von gebietstypischen Bürgerhäusern. Der Ortskern wird in West-Ost-Richtung von der Landesstraße durchquert. Der Verkehr auf dieser Straße ist zum einen beträchtlich, andererseits jedoch nicht so dominierend, dass er eine Verdrängung der Wohnnutzung und des traditionellen Handels bewirkt hätte. Dennoch sind an vielen Punkten Verbesserungen in der Gestaltung des öffentlichen Raums notwendig geworden, einerseits aus Gründen der Sicherheit, anderseits, weil Mureck mit dem Murradweg zunehmend touristisch wahrgenommen wird.

Im Auftrag der Marktgemeinde Mureck und auf Einladung der Forschungsgesellschaft Mobilität Graz (FGM) erstellen fiedler. tornquist Entwürfe für die Neugestaltung mehrerer Bereiche entlang der Ortsdurchfahrt, beginnend mit dem Vorbereich der Schule, über die Kreuzung Eichfelder Straße, Abschnitte des Hauptplatzes, bis zu dessen Ostportal. Die Gestaltungsvorschläge, die auf den Konzepten von FGM basieren, werden nun von der Landesstraßenbehörde weiter bearbeitet.

Graz-Aribonenstraße

Mittwoch, 8. November 2017

Beitrag Gutachterverfahren
September 2017

Der Bebauungsvorschlag stellt die Schaffung eines standortgemäßen öffentlichen Raumes in dem Mittelpunkt aller Abwägungen. Es soll keine „Siedlung“ entstehen, sondern eine Abfolge von „Häusern“, gegliedert in zwei bis drei „Blöcke“. Indem diese bekannten städtischen Raumeinheiten mit ihren typischen Dimensionen entlang der künftigen Ost-West-Durchgänge wahrgenommen werden, entsteht auch der Eindruck von – natürlich autofreien – „Straßen“. Gegenüber der Bahnhofstraße sieht der Vorschlag eine Abwinkelung der Bebauung vor, damit auch hier eine klare Raumbegrenzung entsteht. Mit der klaren Kante gegenüber dem Öffentlichen entsteht auf der anderen Seite – nach Süden und Westen ausgerichtet – ein abgeschirmter Grünraum. Auf Baufeld B gibt es auf dem nördlichen Grundstück einen tiefen, den Häusern vorgelagerten Grünbereich, gegliedert in Privatgärten und öffentliches Grün. Diese Zonierung der Grünbereiche vor den Häusern zieht sich durch das gesamte Projekt. Auch vor den südlich gelegenen Baukörpern auf Baufeld B, als auch vor den Gebäuden im Bereich A gibt es neben dem Weg eine extensiv begrünte,  Zone mit geringem Pflegeaufwand und daran angrenzend, vor den Häusern, einen „Vorgarten“, der von der Hausgemeinschaft nach eigenem Ermessen gestaltet wird. Schließlich, als wesentliche Identifikationspunkte, dienen die Zugänge mit ihren unterschiedlichen Arrangements von Vordach, Baum, Fahrradabstellbox, Abfallnische und Treppenhaus.

Diese Schaffung einer „Straße“ mit vielen „Adressen“ dient natürlich vor allem der Schaffung von fußläufiger Qualität, von der – unter anderem – die Akzeptanz des ÖV-Angebotes abhängt, und damit die Zukunftstauglichkeit. Gleiches gilt natürlich auch für den Fahrradverkehr, der mit der alltagstauglichen und sichtbaren Anordnung der Abstellplätze privilegiert wird.

Foto: Kampits & Gamerith ZT-GmbH

Urban Cable Systems

Sonntag, 1. Oktober 2017

Doppelmayr Urban Solutions

Von Mai 2014 bis April 2017 ist Johannes Fiedler für Doppelmayr Urban Solutions als Architekt und Forschungsleiter tätig. Doppelmayr ist der weltweit größte Hersteller von seilgezogenen Transportsystemen. Urban Solutions befasst sich mit der Entwicklung von Seilbahnen für den öffentlichen Nahverkehr und unterstützt weltweit die Planung um Umsetzung von Projekten, z.B. des Seilbahnnetzes von La Paz (Bolivien). Im Bereich Forschung kooperiert Johannes Fiedler mit Universitäten, Stadtplanern und NGOs zu den Bedingungen der Anwendung von Seilbahnsystemen in Städten. Er betreut akademische Arbeiten, publiziert und trägt zu Konferenzen bei.

> 2016-BAUWELT

Stadt und Verkehr: Wanderausstellung

Freitag, 22. September 2017

Mithilfe einer Förderung des Landes Steiermark werden Plakate der Ausstellung “Stadt und Verkehr” 2013/2014 im kunsthaus muerz als Wanderausstellung reproduziert. Sie kommen bei Schulprojekten und öffentlichen Veranstaltungen zum Einsatz.

22.9.2016 – Graz, Rathaus Foyer

11.9.2016 – Graz, Ferienstrasse (Margaretenbad)

Februar 2017 – BG/BRG Dreihackengasse

22.9.2017 – Graz, Lendplatz

Zur Wechselwirkung zwischen Stadtraumqualität und Mobilitätsverhalten

Das Zusammenwirken zwischen den statischen und den dynamischen Elementen von Stadt – zwischen Haus und Straße – ist geprägt von gegenseitiger Belebung, aber auch von Reibung. In den traditionellen Gesellschaften – bis in das frühe 20. Jahrhundert hinein – war die Straße immer ein begehrter sozialer Raum. Läden, Wohnungen, Fassaden, Eingänge orientierten sich zur Straße und wollten dort wahr-genommen  werden. Die Menschen entwickelten Bauformen, die es erlaubten, auf der einen Seite Zugang zum Straßenleben, und auf der anderen ein größtmögliches Maß an Privatheit zu genießen.

Mit der Technisierung des Verkehrs – vor allem durch den massenhaften Einsatz von Autos – begann diese Balance zu kippen und die Straße wurde zunehmend als Bedrohung wahrgenommen. In der Folge wurden Wohngebiete und Verkehrskorridore voneinander getrennt, Handel und Dienstleistungen wanderten in periphere Lagen ab.

Nachdem man erkannt hat, dass diese vermeintlichen Lösungen nur zu noch mehr Verkehr und Umweltbelastung führen, versucht man nun, Wohnen, Arbeiten und Verkehr wieder zusammenzubringen – mit öffentlichen Verkehrsmitteln, neuen Technologien und mit der fußläufigen Ausgestaltung von Stadträumen. Denn man hat erkannt: Straßen dienen nicht nur dem Transport, sondern gleichzeitig dem Zugang und der Begegnung.

PartnerInnen: kunsthaus muerz, Land Steiermark – Abteilung Umwelt und Verkehr

> Stadt und Verkehr in der Ferienstrasse

> Ausstellung im “kunsthaus muerz”

> Kulturvermittlung an Schulen

Wohnen in der Reihe

Freitag, 30. Juni 2017

zu Gast in einer AHS

TREVI Geotechnik, Graz

Donnerstag, 6. April 2017

Innenraumgestaltung der neuen Niederlassung in Graz, Herdergasse
Fertigstellung April 2017

Fotos

Wien: Aspern Seestadt

Donnerstag, 15. Dezember 2016

In Bauwelt 12.2016 schreibt Christian Kühn über die Planungsgeschichte und den aktuellen Stand des Stadtentwicklungsprojektes Aspern Seestadt

> Artikel von Christian Kühn in BAUWELT

> Aspern Seestadt, 1. Abschnitt

Graz: Haus Albrecher-Leskoschek

Dienstag, 14. Juni 2016

Artikel vom 10.6.2016, erschienen in GAT

Architektur und Zeitgeschichte: ein Anlass

Am vergangenen Sonntag, gab es die seltene und vielleicht letzte Gelegenheit, das Haus Albrecher-Leskoschek in der Hilmteichstraße 24 in Graz, ein Werk von Herbert Eichholzer aus den Jahren 1937/38, öffentlich zu begehen. Anlass war ein „improvisiertes Abschiedsfest“ (1) im Rahmen der  Architekturtage, denn das Gebäude, das nun der Steiermärkischen Krankenanstaltengesellschaft gehört, soll bald dem Bau einer Radiologie weichen. Von den Bauten, die Herbert Eichholzer mit unterschiedlichen Partnern in der Umbruchszeit zwischen den Weltkriegen realisierte, ist das Haus in der Hilmteichstraße von besonderer Bedeutung, zum einen als architektonisches Manifest der Moderne in einem bereits vor dem „Anschluss“ völkisch geprägten Umfeld – Christian Kühn schreibt dazu in einem aktuellen Beitrag von „einem Haus, dessen Qualität nahe an das Landhaus Gamerith am Attersee von Ernst Plischke heranreicht.“ (Die Presse, 4.6.2016) – zudem in ganz besonderer Weise als zeitgeschichtliches Denkmal.  Der Bau des Hauses war vom Mäzen Albert Kastner für Herma Albrecher bei Eichholzer in Auftrag gegeben worden, und der Künstler Axl Leskoschek steuerte ein großes, metaphorisches Wandgemälde bei.

Albrecher, Eichholzer und Leskoschek waren Mitglieder des „Prenninger Kreises“ einer künstlerisch-intellektuellen Gruppe, die Mitte der 1920er-Jahre entstanden war, und die ihren örtlichen Mittelpunkt im Haus der Familie Feuerlöscher in Prenning bei Deutschfeistritz hatte. Was als bohèmehafte Geselligkeit begann, wurde im zunehmend repressiven Klima des Städtestaates zu einer politischen Gesinnungsgemeinschaft, und schließlich, verfolgt von den Nationalsozialisten, zu einer konspirativen Zelle. In dieser Zeit spielte das Haus Albrecher – Leskoschek eine wesentliche Rolle. Es diente den im Widerstand Tätigen als Treffpunkt und Adresse, so auch für Herbert Eichholzer, der 1940 aus der sicheren Türkei nach Österreich zurückkehrte, um den kommunistischen Widerstand zu unterstützen. Bei Frau Albrecher wurden Postkarten mit verschlüsselten Botschaften ausgetauscht, auch Eichholzer fand in der ersten Zeit nach seiner Rückkehr dort Unterkunft. Schließlich, von einem Spitzel aufgedeckt, wurde Eichholzer verhaftet und im Jahr 1943 hingerichtet. Die Geschichte des Hauses und des Prenninger Kreises finden sich umfassend dokumentiert in: Halbrainer, Heimo; Klein, Eva; Senarclens de Grancy, Antje: Hilmteichstraße 24, Graz: Verlag CLIO 2016

> gat.st

> Haus Lind-Herbert-Eichholzer

TU Graz: Berufungsvortrag Städtebau

Montag, 1. Februar 2016

Am 21.1.2016 hält Johannes Fiedler im Rahmen der Verfahrens zur Besetzung der Professur für Städtebau an der TU Graz einen Berufungsvortrag.

> 20160121-Von der intuitiven Wahrnehmung zur kulturellen Kompetenz

> Städtebau ist mehr, von Johannes Fiedler